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VOR den WORTen

VOR den WORTen

 

Die Oma meiner Kindheit hatte ein so warmes Lachen und immer ein Stückchen Kandisbruch für mich. Ich habe es geliebt morgens bei ihr im Bett zu liegen und sie hat mir Geschichten von Himmel und Hölle und auch von „unserem Herrn Jesu“ erzählt. Dazu hat sie mir diese unglaublich-farbenprächtig-kitschigen Bildchen aus ihrer Bibel gezeigt. Da gibt es Bilder, wo das „Herz Jesu“ als Sonne oder Lichtstrahlen dargestellt wird. Auf jeden Fall sagte ich zu meiner Oma: „Oma, Dein Herz strahlt aber genauso!“ Oma hat gelacht und mich in den Arm genommen. Das war schön…und es war doch wahr, was ich gesagt hatte.

Ich konnte es SEHEN.

Die meisten von uns konnten das, oder? In der Kindheit.

Irgendwann siehst du dann nichts mehr, weil alle um Dich herum sagen: „Da ist nichts.“ Ich habe zwar nie aufgehört dieses „nichts“ als Farben zu sehen, aber ich war sehr brav und habe irgendwann geglaubt, dass die Welt so ist, wie mir die Erwachsenen erzählten, dass sie sei. Und nicht, wie ich sie einst sah.

 

Als meine Tochter in unser Leben gepurzelt kam, hatte ich auf einmal ein starkes Bedürfnis nach Re-ligion. Rückverbindung. Ich wollte unbedingt, dass sie getauft wird und bin dafür extra wieder in die Kirche eingetreten. Und in diesem Zusammenhang habe ich auch viel an meine Oma gedacht, die leider einige Jahre zuvor schon gestorben war.

Und mir wurde in dieser emotionalen Zeit als junge Mutter  langsam bewusst, dass ich irgendwie „die Herzen“ der anderen Menschen fühlen konnte. Ihr Strahlen, ihre Farben und irgendwie „den wahren Menschen im Menschen“. Seine Liebes- und Herzensessenz. Oder wie es eine weise Frau ausdrückte: „den Menschen, wie Gott ihn gemeint hatte“.

In Begegnungen war ich offenbar unbewusst immer schon auf dieser Ebene „unterwegs“ gewesen und eigentlich alle Menschen, die mir in meinem Leben bisher begegneten, konnte ich so erreichen und wahrnehmen. Wenn es den wenigsten auch bewusst sein dürfte, welche Art von Herzenskommunikation da gerade stattfindet, so fühlen sich fast alle Menschen mit mir „irgendwie wohl“. Ich glaube sie spüren neben meiner Liebe, dass sie wirklich gesehen werden.

Ja, und über Himmel und Hölle habe ich auch viel nachgedacht in den letzten Jahrzehnten…nachgespürt. Ganz anders, als alles, was die Oma einst erzählte.

Mein Herz, die Liebe, die dort wohnt ist mir heute Kompass, Navigationsgerät und innere Führung.

Aus diesem Sein heraus, schreibe ich dieses Buch.

Denn dort habe ich auch die Erinnerung gefunden, dass wir gerade beginnen wieder BEWUSST auf der Herzensebene zu kommunizieren und diese Erinnerung möchte ich mit der Welt teilen.

Sagt mein Herz…😊.

Und dann schreibe ich einfach los.

Zeige Dir Wege, wie Du Deine Herzensstimme wiederfinden kannst. Wie Du sie verstehen lernst und wie Du bewusst und einfach direkt auch von Herz zu Herz kommunizieren kannst.

Welche Schätze und Unterstützung mögen dort noch auf Dich – uns alle - warten?

Die Zeit ist reif und die Aussicht auf eine Zukunft mit Herz – das Herzzeitalter - ist für mich einfach nur himmlisch…

 

Was also, wenn der Himmel Dein Herz ist?

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

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